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  • Darlehnsvertrag Muster Vorlage

    Ein Darlehensvertrag kann zwischen einem gewerblich tätigen Geldgeber wie einer Bank und ebenso zwischen Privatleuten relativ frei vereinbart werden. Er regelt die Überlassung einer Geldsumme und deren Rückzahlung mit festgelegten Zinsen und Tilgungsfristen, des Weiteren Sicherheiten und Sonderkonditionen wie etwa die Möglichkeit einer vorfristigen Tilgung oder einer Ratenaussetzung. Während Privatleute den Darlehensvertrag miteinander aushandeln, geben Geldinstitute die Regeln vor, müssen sich dabei aber an die geltende Rechtssprechung hinsichtlich des Verbraucherschutzes halten.

    Inhalte im Darlehensvertrag

    Neben den konkreten, vollständigen und umfassenden Angaben zum Darlehensgeber und -nehmer (auch USt-ID einer Bank, PA-Nummer des privaten Kreditnehmers) muss der Darlehensvertrag einige Details zum Darlehen konkret enthalten. Dazu gehören:

    Natürlich werden einige diese Punkte nicht vereinbart, so etwa die Bereitstellungszinsen, Sicherheiten, Bürgschaften, kostenlose Sondertilgungen oder Ratenaussetzungen/Umschuldungen. Wenn diese Punkte – dazu gehören auch Gebühren – nicht vereinbart werden, gehören sie nicht in den Darlehensvertrag und können auch nachträglich nicht einseitig in die Bedingungen aufgenommen werden.

    Rechtsvorschriften zum Darlehensvertrag

    Der Darlehensvertrag ist im § 488 BGB geregelt und legt zunächst nur fest, dass der Darlehensgeber das Darlehen überlässt, der Darlehensnehmer den vereinbarten Zins und bei Fälligkeit die Darlehenssumme zurückzahlt. Die monatliche, gleichmäßige Tilgung ist keinesfalls zwingend, weshalb es tilgungsfreie Darlehen gibt, die über eine Lebensversicherung tatsächlich erst mit Endfälligkeit zurückgeführt werden, während der Darlehensnehmer in der Regel monatlich die anfallenden Zinsen entrichtet. Auch hier regelt der § 488 BGB eigentlich die spätestfällige Rückzahlung zum jeweiligen Jahresende. Beamtendarlehen sind beispielsweise tilgungsfrei aufgebaut. Des Weiteren unterscheidet das BGB zwischen einem reinen Darlehensvertrag (§§ 488 ff. bis 505) und dem Sachdarlehen (§§ 607 ff.). Die Vorschriften zwischen Gelddarlehen und Sachdarlehen unterscheiden sich teilweise erheblich. Den Verbraucherdarlehensvertrag regelt das BGB im § 491. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Verbraucher gegenüber dem gewerblichen Darlehensgeber – einem Geldinstitut – in einer schwächeren Position und somit schutzbedürftig ist. Für Verbraucherdarlehen darf daher nur noch seriös geworben werden, Lockvogelangeboten mit dem niedrigsten Zins sind verboten. Die im Jahr 2010 neu gefasste Preisangabenverordnung (PAngV) regelt seither in ihrem § 6a, dass Banken denjenigen effektiven Zinssatz ausweisen müssen, der für 2/3 aller bewilligten Darlehen gilt. Auch ist der Sollzinssatz in seiner Art zu definieren, also als gebundener oder variabler Zinssatz, zusätzliche Kosten/Gebühren sind ohnehin auszuweisen. Der Abschluss eines Darlehensvertrages zwischen Geldinstitut und Verbraucher muss zwingend schriftlich erfolgen (§ 492 BGB).

    Darlehenszinsen berechnen

    Darlehenszinsen können nach verschiedenen Zinsmethoden berechnet werden. Verbreitet sind die Deutsche Zinsmethode (30E/360), die Eurozinsmethode beziehungsweise Französische Zinsmethode (act/360), die Englische Zinsmethode (act/365) und die Taggenaue Zinsmethode (act/act). Zum Vergleich:

    Grundsätzlich steht der Bank die Anwendung einer bestimmten Zinsmethode frei. Der Verbraucher kann nur über einen Darlehensrechner vorab die günstigsten Zinsen bei verschiedenen Szenarien ermitteln. Ein Darlehensrechner lässt die Angabe von Darlehenshöhe, Zinssatz und Laufzeit oder auch Zinssatz, Rate und Laufzeit zu, um jeweils das fehlende Element (Raten- oder Darlehenshöhe) zu ermitteln.